Gottesdienst Himmelfahrt

Glocken

Zu Beginn

Pfarrer Markus Pape

 

Wir haben mit den Gottesdiensten in unseren Kirchen ganz langsam wieder begonnen. Aber auch hier auf der homepage möchten wir für alle präsent bleiben, die sonst keine Möglichkeit haben mit uns Gottesdienst zu feiern.

Wir stellen weiterhin kürzere oder auch ausführlichere Gottesdienste ein.

Und so begrüße ich Sie und euch heute zu diesem Online Gottesdienst am Himmelfahrtstag.

Wir feiern ihn im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Lied: Wir feiern deine Himmelfahrt

1. Wir feiern deine Himmelfahrt mit Danken und mit Loben. Gott hat sich machtvoll offenbart, das Kreuz zum Sieg erhoben. Er sprach sein wunderbares Ja. Nun bist du immer für uns da, entgrenzt von Raum und Stunde.


2. Das Reich, in das du wiederkehrst, ist keine ferne Höhe. Der Himmel, dem du zugehörst, ist Herrschaft und ist Nähe. Präg du uns ein, Herr Jesu Christ: Gott ist nicht, wo der Himmel ist; wo Gott ist, da ist Himmel.

3. Nimm uns in deinen Machtbereich, gib Kraft zu Tat und Leiden und mach uns deinem Wesen gleich im Wollen und Entscheiden. Wir freuen uns, Herr Jesu Christ, dass da auch ein Stück Himmel ist, wo wir dein Wort bezeugen.

4. Du hast die Angst der Macht beraubt, das Maß der Welt verwandelt. Die wahre Macht hat nur, wer glaubt und aus dem Glauben handelt. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass dir die Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden.

Text: Detlev Block 1978
Melodie: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut (Nr. 326)

 

 

Gebet

Pfarrer Markus Pape

 

Herr Jesus Christus,

wir heben unsere Augen auf zu dir,

der du im Himmel wohnst

und der du doch auch unter uns bist.

Öffne unsere Herzen,

damit wir deine Stimme wahrnehmen.

Mach uns innerlich weit,

dass wir alles dafür tun, etwas von deinem Himmel auf die Erde zu holen.

Indem wir auf dein Wort hören und dir nachfolgen, der du mit dem Vater und dem heiligen Geist lebst und Leben schaffst von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen 

Lesung Apostelgeschichte 1, 3-11

gelesen von Erika Gerstmann

 

3 Jesus  zeigte sich ihnen nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.

4 Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt;

5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.

6 Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?

7 Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat;

8 aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und bin ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.

9 Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.

10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.

11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Videoclip Über den Wolken

Predigt

Pfarrer Markus Pape

 Gnade sei mit uns und Friede von dem der da war, der da ist und der da kommt.

 

Ja, „Über den Wolken“,

mit Reinhard Mey träumt sich eine ganze Generation hinein in eine Freiheit, die jenseits der Erdenschwere liegt.

 

Alle Ängste alle Sorgen, blieben darunter verborgen…..

Ein schönes Bild, das Sehnsüchte aufnimmt,

vielleicht auch gerade in diesen Tagen.

Die ganze Last, die Sorgen, den Alltag einfach loswerden zu können.

Sich die Maske vom Gesicht zu reißen, aus voller Kehle loszusingen, einander in die Arme zu fallen.

Wer hätte gedacht, dass dies einmal zu unseren Sehnsüchten gehören würde.

 

Aber vielleicht sind das eher kleine Sorgen, gibt es natürlich noch viel größere und ernstere Probleme im Leben von Menschen.

Die hat Reinhard Mey im Blick mit seinem sehnsuchtsvollen Lied

Abheben um frei zu sein.

Die Erde hinter sich lassen, um endlich unbeschwert leben zu können.

Der Erde entrückt, dem Himmel ganz nah

Aber stimmt das? Geht das eigentlich?

 

Ist das nicht so etwas wie eine Flucht vor der Erde, eine Flucht vor den Problemen, Sorgen Nöten?

Wenn ich wieder lande, sind sie nicht weg. Sondern immer noch da.

Wird da nicht mit einer Illusion, einem Traum, einer Sehnsucht abgelenkt von den Problemen und Sorgen die dadurch ungelöst bleiben.

 

Das ist auch ein Vorwurf, der dem christlichen Glauben über Jahrhunderte gemacht wurde:

 

Religion als Opium für das Volk

Religion als Mittel der Mächtigen, die unterdrückte Menschheit mit einer Hoffnung auf das Jenseits, auf den Himmel zu vertrösten. Sie so ruhig zu stellen, damit sie sich wie Schafe ausbeuten lassen und auf irdischen Lohn verzichten. In der Hoffnung auf etwas, das jenseits dieser Welt kommt.

Reinhard Mey bring uns mit seinem Lied auf eine ganz schön kritische Startbahn….

 

Und es stellt sich doch am Himmelfahrtstag die Frage:

Kann ich dem Himmel nur nahe sein, wenn ich die Erde aus dem Blick verliere, wenn sie für mich einfach nicht mehr zählt?

 

Ein Satz aus der Himmelfahrtsgeschichte bringt uns auf die Spur. Den Jüngern, die mit dem Kopf im Nacken dem entschwundenen Jesus nachschauen sagen zwei Männer mit weißen Gewändern, zwei Engel, zwei Boten aus eben diesem Himmel:

Was steht ihr da und schaut zum Himmel?

Und sie holen die jünger damit zurück auf die Erde. Zurück zu ihrem Auftrag: Darum gehet hin in alle Welt…

 

Und es ist sicher kein Zufall, dass dann in der Apostelgeschichte berichtet wird, wie die erste Gemeinde auf dieser Erde zusammenlebt. Dass Gemeinschaft da ist, dass geteilt wird, dass man sich um die Armen sorgt….

 

Dinge die zeigen, dass die Jünger verstanden haben: es geht nicht darum, sich in den Himmel zu träumen, sondern darum, diesen Himmel auf die Erde zu holen. So wie es Jesus doch auch gemacht hat. In allem was er getan und gesagt hat.

 

Dann ist Himmelfahrt nicht ein Fest der Entrückten, die sich in eine  ferne Welt träumen wollen.

 

Nein Himmelfahrt ist ein Fest für die, die die Verhältnisse auf dieser Erde gerade rücken wollen, weil sie vom Himmel wissen. Die alles daran setzen, dass immer mehr vom Himmel auf dieser Erde spürbar wird.

 

Das Himmel und Erde sich berühren, immer wieder und immer mehr. Dann brauch ich nicht mehr abheben und die Erde hinter mir lassen, um den Himmel zu erleben.

 

Amen

 

Predigt zum Download

 

 

Fürbitte

gesprochen von Gisela Rose, Hannah Gallinger,

Franziska von Rüden, Schwester Marika

Jesus Christus,

du verbindest Himmel und Erde.

Durch dich ist der Himmel nah.

Zeige uns deinen Himmel,

damit Hass und Feindschaft enden.

Zeige uns deinen Himmel,

damit wir hinter uns lassen,

was uns in Streit führt.

Beschütze die Schwachen

vor der Gewalt der Starken,

damit sie sicher leben.

 

 

 

Jesus Christus,

du legst uns den Himmel in die Hände.

Durch dich ist der Himmel nah.

Lenke die Hände aller, die guten Willens sind,

damit sie die Barmherzigkeit aus dem Himmel

auf unsere Erde tragen.

Lenke die Hände aller, die sich nach dir sehnen,

damit sie das Leben ergreifen

und den Frieden in die Welt tragen.

 

Jesus Christus

du füllst uns das Herz mit Freude.

Durch dich ist der Himmel nah.

Bewahre deine Schöpfung,

damit auch unsere Kinder und Kindeskinder

Sommer und Winter,

Schnee und Regen,

Saat und Ernte erleben.

Was uns hier, auf der Erde, Angst macht, und das Leben bedroht das überwinde durch die Kraft von oben.

 

Du Auferstandener,

mit dir geht der Himmel über uns auf.

Durch dich ist der Himmel nah.

Sammle unter deinem Himmel

die Großen und die Kleinen,

die Lachenden und die Weinenden,

die gesunden und die Kranken

die Wartenden und die Angekommenen

Sammle sie,

damit sie deine Liebe und deinen Frieden erleben.

Feiere mit uns deinen Himmel auf unserer Erde.

Amen.

Vaterunser

gesprochen von Arnold Sendler

Segen

Pfarrer Markus Pape

 

Und nun geht in diesen Tag mit dem Segen des Himmels.

 

Der HERR segne Dich und behüte Dich,

der HERR lass leuchten Sein Angesicht über Dir und sei Dir gnädig,

der HERR erhebe Sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden.

Lied: Herr, wir bitten, komm und segne uns

Kehrvers

Herr, wir bitten: Komm und segne uns;

lege auf uns deinen Frieden.

Segnend halte Hände über uns.

Rühr uns an mit deiner Kraft.

 

1. In die Nacht der Welt hast du uns gestellt,

deine Freude auszubreiten.

In der Traurigkeit, mitten in dem Leid

lass uns deine Boten sein.

Kehrvers wird nach jeder Strophe wiederholt. 

 

2. In die Schuld der Welt hast du uns gestellt,

um vergebend zu ertragen,

dass man uns verlacht, uns zu Feinden macht,

dich und deine Kraft verneint.

 

3. In den Streit der Welt hast du uns gestellt,

deinen Frieden zu verkünden,

der nur dort beginnt, wo man, wie ein Kind,

deinem Wort Vertrauen schenkt.

 

4. In das Leid der Welt hast du uns gestellt,

deine Liebe zu bezeugen.

Lass uns Gutes tun und nicht eher ruhn,

bis wir dich im Lichte sehn.

Text, Melodie und Satz: Peter Strauch 1978

Kollekte

Die Kollekte des Himmelfahrtsgottesdienst ist bestimmt für die Weltmission

Die weitreichenden Folgen von Klimawandel und Umweltverschmutzung zeigen immer deutlicher ihre Wirkung auch in Afrika und Asien. Doch die Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission sehen nicht tatenlos zu und ergreifen wirksame Gegenmaßnahmen.

Vielerorts bilden sich kirchliche Initiativen, in denen Bäuerinnen und Bauern in den meist ländlichen Gebieten ihre Einkommen sichern, ohne die Umwelt zu schädigen. Für die meisten Menschen stellen der Anbau von Getreide und Früchten sowie die Tierhaltung die wichtigste Lebensgrundlage dar. Die gilt es sorgsam und umsichtig zu schützen.

Zu den Aktivitäten der Kirchen gehören: Ausbildung in ökologischer Landwirtschaft, Biogas-Projekte, Baumpflanzungs-Programme sowie die Entwicklung und Verbreitung von Energie sparenden Öfen. Geschulte Klima- und Umweltberater unterstützen sie bei der Durchführung.

Sie können hier unter dem Reiter Kollekte vom 21.05 spenden.

Rückmeldung und Anfragen

Wenn sie Anmerkungen, Gedanken oder Fragen zu diesem Gottesdienst haben, dann können sie sich gern bei Pfarrer Markus Pape  unter der Emailadresse: ma.pape@t-online.de melden.